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Praxis 4 Min. Lesezeit

Geocacher als Zielgruppe: Was die Zahlen hergeben und was nicht

283.000 aktive Geocacher, die höchste Cache-Dichte der Welt: Über den Markt in Deutschland weiß man viel, über die Menschen weniger. Was belegt ist, mit Quellen.

Drei junge Leute auf Städtetour in einer Altstadtgasse mit Fachwerkhäusern, eine Frau hält lachend ein gefundenes Cache-Röhrchen hoch, ihre Begleiterin schaut aufs Smartphone
Symbolbild, KI-generiert

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In diesem Beitrag
  1. Wie groß der Markt in Deutschland ist
  2. Wer spielt
  3. Reisen: Was eine GeoTour leisten kann und was nicht
  4. Was Geocacher nicht mögen
  5. Was wir bewusst weglassen
  6. Häufige Fragen
  7. Quellen

Wer über Geocaching als Marketing nachdenkt, will wissen, wen er damit erreicht. Die ehrliche Antwort hat zwei Teile: Über die Größe des Markts in Deutschland weiß man viel. Über die Menschen dahinter weniger, als oft behauptet wird.

Hier steht, was belegt ist und woher es stammt.

Wie groß der Markt in Deutschland ist

Im Jahresrückblick 2025 von Geocaching HQ liegt Deutschland bei den Funden weltweit auf Platz 1, vor den USA und den Niederlanden. Auch bei den Adventure Labs steht Deutschland vorn.

KennzahlWert
Aktive Geocacher in Deutschland, 2025rund 283.000
Geocaches in Deutschlandrund 438.000
Anteil an allen Caches weltweit13 Prozent
Caches je Quadratkilometer1,2, die höchste Dichte der Welt (USA: 0,1)
Rang bei Funden und Adventure Labs, 2025Platz 1

Weltweit haben 2025 rund 1,6 Millionen Menschen mindestens einen Cache gefunden, im Schnitt 69 im Jahr. Es gibt über 3,4 Millionen aktive Caches in 191 Ländern.

Für Ihren Standort heißt das: Sie müssen kein Publikum aufbauen. Es gibt eines, das regelmäßig spielt und nach neuen Zielen sucht.

Wer spielt

Geocaching HQ gibt an, dass 80 Prozent der Geocacher zwischen 20 und 45 Jahre alt sind. Eine repräsentative Erhebung für Deutschland gibt es nicht. Die gründlichste veröffentlichte Befragung stammt aus Portugal: 613 Geocacher, erschienen 2017 im European Journal of Tourism Research.

  • Das Durchschnittsalter lag bei 31 Jahren.
  • Gut die Hälfte hatte einen Hochschulabschluss, deutlich mehr als im Landesdurchschnitt.
  • Rund zwei Drittel waren angestellt oder selbstständig.
  • Knapp drei Viertel spielten mindestens einmal im Monat, zwei Drittel das ganze Jahr über.
  • Nur etwa jeder Siebte ging allein auf die Suche. Die übrigen waren zu zweit oder in der Gruppe unterwegs.

Übertragen lässt sich das nur mit Vorsicht. Es passt aber zu dem Bild, das Geocaching HQ selbst zeichnet: Menschen, die gern draußen sind, Neues sehen wollen und Technik mögen. Für einen Laden oder ein Café heißt die letzte Zahl: Ein Fund bringt oft mehr als eine Person durch die Tür.

Reisen: Was eine GeoTour leisten kann und was nicht

Geocacher reisen viel. In der portugiesischen Befragung spielten 96 Prozent auch unterwegs, und die Hälfte hatte schon mindestens eine Reise vor allem wegen des Geocachings unternommen.

Die meisten wählen ihr Ziel aber vorher und suchen dann dort nach Caches, 86 Prozent. Nur 12 Prozent entscheiden sich wegen der Caches für ein Reiseziel.

Für Städte und Regionen ist das die wichtigere Zahl. Eine GeoTour ist vor allem ein Werkzeug, Gäste durch die Stadt zu führen und länger zu halten. Bei den Oldenburger Klimaschätzen bleiben Spieler im Schnitt zwei Tage. Dass Menschen eigens anreisen, kommt dazu, trägt die Rechnung aber nicht allein.

Was Geocacher nicht mögen

Die Community reagiert empfindlich auf kommerzielle Züge in Cache-Beschreibungen. Das hielt schon 2012 eine Untersuchung der tschechischen Naturschutzagentur fest. Offen sei sie dagegen für alles, was zum Spiel gehört: Ausrüstung, Kleidung, Sticker.

Deshalb bauen wir Rätsel, die zum Ort passen und aus eigenem Antrieb gespielt werden. Ihre Marke ist der Schauplatz, nicht die Botschaft. Eine Belohnung, die zum Spiel gehört, kommt dagegen gut an: eine eigene Geocoin wie in Oldenburg oder eine Holzmünze wie in Bremerhaven.

Was wir bewusst weglassen

Bei der Recherche sind wir auf Umfragen gestoßen, die Einkommen und Kaufgewohnheiten von Geocachern auf die Stelle hinter dem Komma genau angeben. Keine davon ließ sich auf eine nachvollziehbare Erhebung zurückführen. Deshalb stehen sie hier nicht.

Die harte Zahl, die wir liefern können, ist eine andere: Jeder Besuch an unseren Caches ist ein Eintrag, den ein Spieler selbst gemacht hat, weil er vor Ort war. Darauf beruht auch unsere Abrechnung, Pay per Visit.

Häufige Fragen

Wie erfahren Geocacher von meinem Cache?

Sobald ein unabhängiger Reviewer den Cache freigegeben hat, erscheint er in der Geocaching-App, die die Spieler ohnehin nutzen. Eine eigene Werbekampagne braucht es dafür nicht.

Erreiche ich damit junge Menschen?

Nach Angaben von Geocaching HQ sind 80 Prozent der Geocacher zwischen 20 und 45 Jahre alt. Das ist eine Gruppe, die klassische Öffentlichkeitsarbeit nur schwer erreicht.

Gibt es Zahlen speziell für Deutschland?

Zur Größe des Markts ja, zu Alter, Einkommen oder Beruf nicht. Was sich an Ihrem Standort genau zählen lässt, sind die Besuche.

Quellen

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Zur Entstehung dieses Beitrags: Der Textentwurf entstand mit KI-Unterstützung und wurde von uns redaktionell geprüft. Zahlen zu unseren Projekten stammen aus deren Auswertungen oder aus den verlinkten Quellen. Das Beitragsbild ist ein KI-generiertes Symbolbild.

Geo-Concepts ist der Marketing-Zweig der GeheimPunkt GmbH aus Hannover. Wir bauen seit 2010 Geocaching-Erlebnisse für Handel, Museen, Städte und Ministerien und stehen hinter 14 der 16 aktiven GeoTours in Deutschland.

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