Café Machwitz: Der Cache, der sich nur mit einem heißen Getränk öffnet
Im Café Machwitz in Hannover öffnet sich ein Geocache erst, wenn ein heißes Getränk darauf steht. Seitdem kommen etwa zwei neue Gäste pro Tag. So funktioniert es.
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Die meisten Werbemittel für ein Café enden an der Tür: ein Aufsteller, ein Flyer, ein Rabattcoupon. Beim Café Machwitz in Hannover fängt das Spiel erst drinnen an. Wir haben dort einen Geocache gebaut, der sich nur öffnet, wenn ein heißes Getränk auf ihm steht.
Seitdem kommen etwa zwei neue Gäste pro Tag, die vorher nie im Café waren.
Die Idee: Die Bestellung gehört zum Rätsel
Im Cache steckt ein Thermosensor. Solange nichts Warmes auf ihm steht, bleibt der Behälter zu. Wer den Fund loggen will, muss also bestellen.
Der Konsum ist nicht Nebeneffekt, sondern Teil der Lösung.
Das Rätsel spielt im Café selbst, nicht davor. Wer es lösen will, kommt herein, sucht sich einen Platz und bestellt. Genau das will ein Café von einem neuen Gast.

Warum das für ein Café funktioniert
- Der Cache steht im Gastraum. Wer spielt, braucht einen Platz und bleibt, bis das Rätsel gelöst ist.
- Das Personal muss nichts tun. Der Cache ist dauerhaft im Einsatz und braucht keine Betreuung. Gespielt wird mit dem Smartphone der Gäste.
- Die Gäste erzählen es weiter. Wer das Rätsel gelöst hat, trägt den Fund auf der Geocaching-Plattform ein, oft mit Foto. Diese Einträge sind öffentlich, und andere Geocacher lesen mit.
Was dabei herauskommt
Laut Auswertung des Projekts kommen etwa zwei neue Gäste pro Tag wegen des Caches. Das ist kein Aktionseffekt, der nach zwei Wochen verpufft, sondern der laufende Stand.
Zur Einordnung: Der durchschnittliche Bon in der Handelsgastronomie liegt laut EHI Retail Institute bei 6,36 Euro je Gast. Zwei zusätzliche Gäste am Tag sind so gerechnet rund 380 Euro Umsatz im Monat.
Dazu kommen Fotos und Logeinträge, die Spieler selbst veröffentlichen. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung hat über den Cache berichtet.
Lässt sich das übertragen?
Der Thermosensor ist die Lösung für ein Café. Das Prinzip dahinter passt überall, wo ein Besuch mit einer Bestellung beginnt: Das Rätsel wird so gebaut, dass der Kauf zur Lösung gehört, statt als Werbung davorzustehen.
Wie das für Cafés aussehen kann, steht auf der Seite für Café und Kaffeehaus. Die vollständige Geschichte mit Quellen finden Sie unter Café Machwitz.
Häufige Fragen
Blockieren die Spieler nicht meine Tische?
Sie sind zahlende Gäste wie andere auch. Die Dauer des Rätsels stimmen wir auf Ihren Betrieb ab, in der Mittagszeit kürzer, am Nachmittag länger.
Muss mein Personal den Cache betreuen?
Nein. Der Cache ist dauerhaft im Einsatz und braucht vom Personal keine Betreuung. Gespielt wird mit dem Smartphone der Gäste.
Was kostet so ein Cache?
Am Anfang zahlen Sie das Setup für Konzept, Bau und Installation. Danach rechnen wir pro dokumentiertem Besuch ab, also erst, wenn Gäste tatsächlich gekommen sind. Wie das funktioniert, erklärt der Beitrag zu Pay per Visit.